Die Interessengemeinschaft der Langstreckenläufer e.V.
 

 

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I G (Ä) L
INTERESSENGEMEINSCHAFT (ÄLTERER) LANGSTRECKENLÄUFER
- Die Geschichte unseres Verbandes -

Eine Serie von Günter Scharf und Gusthelm Schläbitz

 

12. Teil: Die IGL - kleines Juwel in der Leichtathletiklandschaft Deutschlands

1998 - Dem Vorstand gelang es, die condition im letzten Moment zu retten. Nach Prüfung der vorliegenden Angebote, die teilweise davon dominiert wurden, dass die Anbieter meinten, die angeschlagene condition samt IGL billig einsacken zu können, und nach zähen Verhandlungen kehrte das Magazin zum Verlag Meyer & Meyer zurück. Der Prozess gegen die VF-Verlage ging verloren. die IGL musste die geforderte Summe zahlen, ebenso die anfallenden Prozesskosten. Dieser finanzielle Aderlass erforderte Einschnitte im IGL-Haushalt. Der Schüler/Jugendcup war auf 152 Veranstaltungen angewachsen, eine Zahl, die die ehrenamtlichen Helfer der IGL an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit brachte. Das in Frankfurt/Main geplante Bundesfinale kam nicht zustande. Als der DFB sein Pokalfinale nach Frankfurt vergab, entzogen die Sponsoren dem Schüler/Jugendcup ihre Mittel, um beim Fußball zu investieren. Das Schüler/Jugendcup-Finale wurde in den Düsseldorfer Kö-Lauf integriert. Im Wirbel dieser Veranstaltung konnte sich der IGL-Wettbewerb nur schwer behaupten. Aufsehen in der Läufergemeinde erregte der Entschluss des DLV, die Altersklassen W 30 Und M 30/35 für die Deutschen Cross- und Halbmarathonmeisterschaften zu streichen. Die IGL intervenierte über den Beirat des LV Nordrhein, veröffentlichte in der condition Beiträge für die Beibehaltung dieser Altersklassen und verabschiedete auf der JHV in Bad Arolsen eine an den DLV gerichtete Resolution. Wieder einmal zeigte sich, dass der Name "Interessengemeinschaft" von Mitgliedern und Vorstand wörtlich genommen wurde: Die Interessen der Langlaufgemeinde waren und sind die Verpflichtung der IGL. Die Zusammenarbeit mit den kooperierenden Verbänden wurde weiter geführt, vor allem mit dem DVLÄ und dem Rennsteiglaufverein. Das Problem der Doppelmitgliedschaft allein warf schon einen Fragenkomplex auf, der eine behutsame Lösung erforderlich machte. Dr. Hans-Georg Kremer (Rennsteiglaufverein) schlug auf der JHV in Bad Arolsen vor, die JHV 1999 in Mühlhausen/Thüringen abzuhalten. Das Plenum diskutierte intensiv, lehnte aber dann den Vorschlag ab. Man war der Meinung, dass bei wechselnden Orten der JHV zunächst die Orte der IGL-Stützpunkte berücksichtigt werden sollten. Die Zahl der Mitglieder war eine der größten Sorgen des Vorstands. Trotz unterschiedlicher Werbebemühungen schmolz die Zahl. Die Geschäftsstelle stellte fest, dass alle bis Ende Mai neu eingetretenen Mitglieder aufgrund persönlicher Ansprache zur IGL gekommen waren. Auch war die Zahl der Abonnenten unseres Magazins gegenüber der Mitgliederzahl angestiegen. Der stellv. Vorsitzende Peter Bayer fand es bedauernswert, dass Läufer/Innen gerne die Unterstützung der IGL nutzten, aber einer Mitgliedschaft aus dem Wege gingen.

1999 - Ein Jahr des Wechsels. Der Vorsitzende G. Schläbitz und sein 2. stellv. Vorsitzender H. Spies stellten sich nicht mehr zur Wahl. Die JHV wählte Peter Bayer zum Vorsitzenden, 1. stellv. Vorsitzender wurde Rainer J. Steudter, der auch das Amt des Auslandsbeauftragten übernahm. Zum 2. stellv. Vorsitzenden wählte das Plenum Peter Grönebaum. Das Amt des Schatzmeisters blieb bei Georg Reinmuth, dem auch das Amt des Pressewarts anvertraut wurde, das er schon seit 1998, nach dem Rücktritt von Heinz Spies, kommissarisch ausfüllte. Die JHV beschloss außerdem, die Ausdauersportwoche in Bad Arolsen zu belassen, während die JHV im jährlichen Wechsel von Stützpunkt zu Stützpunkt stattfinden sollte. Der Jugend/Schülercup wurde von Manfred Kuschel neu organisiert. Nach Modifizierung und Straffung der Cupregeln lagen am Ende dieses Jahres wieder 41 Anmeldungen für 2000 vor. Der Arthur-Lambert-Cup, ebenfalls von M. Kuschel organisiert, hatte sich etabliert und seine Anhänger gefunden. Der neue Vorstand definierte seine vordringlichsten Aufgaben: Stabilisierung und - wenn möglich - Zuwachs bei den Mitgliederzahlen, Intensivierung der Zusammenarbeit der IGL mit dem DLV und LVN, wobei die fundamentalen Kenntnisse des neuen Vorsitzenden P. Bayer der IGL von Nutzen sein würden, Pflege der weiteren Zusammenarbeit mit dem DVLÄ, der DUV und dem Rennsteiglaufverein. Chronist Günter Scharf berichtete dem Plenum über die Fortschreibung der IGL-Chronik.

2000 - Bei der JHV dieses Jahres widmete der Vorsitzende Peter Bayer unserem Verband eine Laudatio, die seinem Wirken angemessen gerecht wurde. "Die IGL ist ein kleines Juwel in der Leichtathletik-Landschaft Deutschlands. Sie hält ein kleines Spektrum von Sportlern aller Generationen zusammen, die alle aus Neigung und Überzeugung beim ausdauernden Laufen sind. Sie alle sind schlechthin die Amateure dieser Sportart. Die IGL hat die Laufszene in den vergangenen 35 Jahren durch fachlich fundierte Impulse mitgeprägt und mitgestaltet. So ist sie in den 60er Jahren für die fundamentalen Interessen der ihren Sport Ausübenden unüberhörbar eingetreten. Die IGL setzt sich für die Klasseneinteilung im 5-Jahres-Rhythmus ab dem 30. Lebensjahr bis ins höchste Alter ein. Vor allem aber ist durch die IGL das Frauenlaufen und seine Anerkennung gefördert worden", so Peter Bayer. Manfred Kuschels Bemühungen um die erneute Einführung des Schüler/Jugendcups zeigten hoffnungsvolle Ansätze. Das Sprachrohr der IGL, die condition, hatte nach ihrem Wechsel zum Meyer & Meyer Verlag eine erfreuliche Entwicklung genommen. Ihr Format stabilisierte sich, und ihr Erscheinungsbild gewann an Aufmerksamkeit. Eine weitere positive Entwicklung war zu erwarten. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, die IGL ins Internet zu bringen und eine Web-Site einzurichten.

Wird später fortgesetzt...

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

sind Sie Zeitzeuge oder Besitzer weiterer Quellen, die für die IGL-Chronik von Bedeutung sein könnten? Wenn ja, dann wenden Sie sich bitte an die IGL-Chronisten, die sich schon jetzt für Hinweise bedanken.

 

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